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Lyrik von Waldo Karpenkiel GEHT. HÖRT.

Wenn Du, fremder Besucher, meine Stadt betrittst, beginnt sie zu klingen.

Ich meine wirklichen Klang. Die einzelnen Geräusche und Töne erschließen sich Dir erst später, wenn Du tiefer eingetaucht bist in diese Stadt. Sie ist nur GEHEND und HÖREND zu erkunden.

GEHEN ist ein Akt der Aneignung, sagt Einer. GEHEN ist demokratisch, sagt ein Anderer.

GEHEN und HÖREN – das gefällt mir und meiner Stadt. Es gibt einen Platz, den ich Dir beschreiben möchte. Er hat die Form des Buchstabens Ypsilon, ein Platz mit einer Straße, die sich nach links und rechts gabelt. In der Gabelmitte steht eine Skulptur, die das Aussehen eines großen Ohrenpaares hat. Immer wenn Du Dich selbst auf Dein Sehen reduzierst und meine Stadt nicht mehr HÖRST, dann GEHE zu diesem Platz, stelle Dich eine Zeit in dieses Doppelohr – und HÖRE nach außen und nach innen.

Dann GEHE wieder und denke: Das Auge schätzt, das Ohr aber misst. BEGANGEN und GEHÖRT werden, das gefällt meiner Stadt.

Von Waldo Karpenkiel

Du möchtest wissen, wer das ist? Hier geht’s zu unserem Porträt!

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