… und sonst so?

Unsere virtuelle Krimskrams-Schublade, Schatztruhe und Notizbuch in einem. Hier landet alles, was wir außerhalb unserer Rubriken sehens- und lesenswert finden – kleine Beiträge, Illustrationen, Kolumnen, Kommentare. Mit Herz, Humor und ganz viel Krefeld drin.

... und sonst so?

GEHT. HÖRT.

Wenn Du, fremder Besucher, meine Stadt betrittst, beginnt sie zu klingen. Ich meine wirklichen Klang. Die einzelnen Geräusche und Töne erschließen sich Dir erst später, wenn Du tiefer eingetaucht bist in diese Stadt. Sie ist nur GEHEND und HÖREND zu erkunden. GEHEN ist ein Akt der Aneignung, sagt Einer. GEHEN ist demokratisch, sagt ein Anderer. GEHEN und HÖREN – das gefällt mir und meiner Stadt. Es gibt einen Platz, den ich Dir beschreiben möchte. Er hat die Form des Buchstabens Ypsilon, ein Platz mit einer Straße, die sich nach links und rechts gabelt. In der Gabelmitte steht eine Skulptur, die das

Ernst Müller
... und sonst so? Kultur

Ernst Müller und die klassische Literatur

Der Kalender zeigt das Jahr 1975 im schönen niederrheinischen Kempen. Mal wieder kennt der Gang des 14-jährigen Ernst nach der Schule nur ein Lieblingsziel: die Kempener Stadtbücherei. Heute aber hat sich Ernst Großes vorgenommen. Zum ersten Mal möchte er die Regale mit den Kinderbüchern hinter sich lassen und sich in die Erwachsenenabteilung vorwagen. Mit schnellen Augen sucht der Kempener die Regalfächer durch. Dick soll das Buch sein, hat er beschlossen, denn er möchte sich beweisen, dass er endlich so weit ist, sich auf eine neue Literaturstufe vorzuwagen. Routiniert greift seine Hand zu „Lieb Vaterland magst ruhig sein“ von Johannes Mario