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kultur

Poesie im Stadtbad Open Air-Lyrikfestival

Der freischwimmer e.V. gestaltet ein Areal des alten Stadtbads zum urbanen Gemeinschaftsraum um

In Zusammenarbeit mit dem freischwimmer e.V. veranstaltet das Niederrheinische Literaturhaus am Samstag, 26. März 2022, ein Open Air-Lyrikfestival auf dem Außengelände des verwunschenen alten Stadtbads. Auf zwei Bühnen lesen Lyriker:innen aus der Region auf zwei Bühnen vom Nachmittag bis in den Abend ihre Gedichte.

Zwischen den jeweils rund dreißigminütigen Sets von Poetry Slam-Meister Marco Jonas Jahn, Wienke Treblin, Lina Atfah, Stan Lafleur und Oswald Egger sorgen sechs Autor:innen, darunter Henning Heske, John Waszek, Lisa Jendrysik und Leonie Falkowski, für jeweils sechsminütige lyrische Interventionen. Insgesamt sind aktuell noch zwei dieser Kurzauftritte zu vergeben. Interessierte Lyriker:innen können sich noch bis zum 16. März beim NLH bewerben.

Ab 21 Uhr wird es abseits der Bühnen „bewegt“, denn dann startet das DJ-Set von Felix Osebold alias „OSE“, begleitet von Getränken und kleinen Snacks für den schnellen Hunger.

Poesie im Stadtbad – Das Line-Up:

16:30 – 17:00 Uhr
Marco Jonas Jahn (Mönchengladbach), *1976, deutscher Slam-Teammeister und seit über 15 Jahren Mastermind der niederrheinischen Slam-Szene, Veranstalter beliebter Reihen in Mönchengladbach (Leser-Show und Poeterey im Projekt 42) und Oberhausen (Nachgewürzt) – und vor allem ein ebenso tiefsinniger wie humorvoller Poet mit einem hinreißenden Flow in Rhythmik und Klang!

17:30 – 18:00 Uhr
Wienke Treblin (Krefeld), *1973, Diplomdesignerin, Illustratorin und Lyrikerin entwickelt nicht nur starke Kunst-Impulse für die Krefelder Kunstmuseen, oder schafft ein Bühnenbild für Beuys im Kresch-Theater, sie schreibt auch seit langem ganz eigene Lyrik. Ihre (meist Liebes-)Gedichte bestechen mit neu gefassten Sprachbildern, die noch lange nachwirken, mit melancholischem Witz und einer feinen Trauer – oder um es mit einem der Gedichttitel zu sagen: weltschmerz on the rocks.

18:30 – 19:00 Uhr
Stan Lafleur (Köln), *1968, Lyriker, Hörspielautor, Spoken-Word-Artist, Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendiat und seit langem fester & wichtiger Bestandteil der rheinischen Literaturszene, hat zwei Reisen nach Guatemala und Mexiko in Notizen und Gedichten festgehalten, die 2019 unter dem Titel „Am Rande der Wahrscheinlichkeit von Mexiko. Zentralamerikanische Gedichte und Reisenotizen“ in der Kölner „parasitenpresse“ erschienen sind. Passender kann es nicht sein für unsere Bühne im Dschungel des Stadtbads.

19:30 – 20:00 Uhr
Lina Atfah (Herne), *1989, schrieb in Syrien für Zeitungen und Kulturmagazine und veröffentlichte den Gedichtband „Am Rande der Rettung“. Als Autorin, die sich mit sozialen und politischen Fragen auseinandersetzt, geriet sie in Konflikt mit dem Assad-Regime. Nach mehreren Drohungen der Sicherheitsbehörden erhielt sie 2014 die Erlaubnis, das Land zu verlassen und kam über den Libanon nach Deutschland. 2019 erschien hier ihr Gedichtband „Das Buch von der fehlenden Ankunft“ (Pendragon Verlag). 2020 wurde ihr als erster Lyrikerin überhaupt der LiBeraturpreis verliehen. Sie liest bei uns auf Arabisch, wir tragen dazu die deutschen Übersetzungen vor.

20:30 – 21:00 Uhr
Oswald Egger (Insel Hombroich, Neuss), *1963. Der Südtiroler hat so ziemlich alle bekannten Lyrikpreise von Brentano- über Trakl- bis Jandl-Preis erhalten, Ergebnis einer ebenso außergewöhnlichen wie langjährigen literarischen Arbeit. Zuletzt erschien im Suhrkamp Verlag sein Text-lllustrations-Gesamtkunstwerk „Entweder ich habe die Fahrt am Mississippi nur geträumt, oder ich träume jetzt“. Darin folgt er der Erinnerung an die selber unerinnerte Erfahrung österreichischer Auswanderer nach Amerika in den Jahren 1880 bis 1919, folgt den geflüsterten und inwendigen Stimmenverbindungen, den Wirbelfäden des Erzählten durch Bergwerke und Wälder bis zum großen Gewässer. Es ist zwar ein Prosa-Epos, aber Poesie pur: Der Mississippi im Stadtbad!

Die 6-Minuten-Slots:
Lisa Jendrysik
aus Emmerich, und Leonie Falkowski aus Mönchengladbach sind Preisträgerinnen des Niederrhein-Schreibwettbewerbs „Satzgefüge“.
Henning Heske, und John Waszek zählen seit Jahrzehnten mit ihren ganz eigenen Stimmen zur Krefelder Literaturszene, der eine verbindet seine naturwissenschaftlich-mathematische Seite mit der Poesie, der andere bringt einen lakonischen Noir-Ton in seine kurzen, fast skizzenhaften Verse.

Moderiert wird der Abend von Thomas Hoeps und Henning Heske.

Poesie im Stadtbad
Sa, 26. März, , 16:00-22:00 Uhr
Altes Stadtbad, Gerberstraße 55, Krefeld, 47798

Der Eintritt ist kostenlos, Spenden für den freischwimmer e.V. willkommen!

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