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kulturkunst

Atelierausstellung am 6. & 13. November A-Gang 55

A-Gang

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

Eine Felsenbirne haben sie schon vor zwei Jahren am Anne-Frank-Platz gepflanzt. Und auch den gegenwärtigen Kriegen, Krisen und Katastrophen möchten die A-Gang-Mitglieder künstlerisch, kreativ, bunt und facettenreich trotzen. „Gerade in düsteren Zeiten ist es notwendig, Menschen den Blick auf schöne Dinge zu ermöglichen und mit Freude der gegenwärtigen Unsicherheit zu begegnen. Mit der Öffnung der Ateliers bringen wir Farbe und Fantasie in den grauen November und begegnen so der angekündigten Zuspitzung der Probleme mit Optimismus und der Chance zum Gespräch“, so die A-Gang-Teilnehmer. Aber neben allem Optimismus nehmen die Gegenwartsthemen durchaus kritischen Raum in der Arbeit der Kreativen ein.

Atelier Liesefeld – Rabenvogel im Apfelbaum

Das sind die Teilnehmenden des A-Gangs

Jari Banas
Jari Banas, in eigenen Worten „seit 55 Jahren penetrant gegen den Strom zeichnender Jarikaturist, Maler und Skulpturenbauer“, äußert sich mit schwarzem Humor zur „Verhinderung der Vernichtung der Welt…“ Passend, dass sein Atelier auf einer Friedhofsgärtnerei zu finden ist.
(Jaris Atelier, Martinstraße 185)

Christof Legde
Christof Legdes Beitrag ist die Suche nach dem Horizont in großformatigen Acrylbildern.
Eine Außeninstallation zeigt ferner die Interpretation der Jakobsleiter als fragile und buchstäblich von allen Engeln verlassene Schimäre. „Wir sind mehr denn je selbst gefragt, die Krisen zu meistern“, so der Künstler.
(Kunstblaetter, Ortmannsheide 185)

Christof Legde – Wellenbrecher


Die Luisen
In der Ateliergemeinschaft „Die Luisen“ zeigen Ruth Kirsch, Scharlih Bo und Lutz Hartmann ein breites Spektrum an Gegenwartskunst. Die Keramikdesignerin Ruth Kirsch präsentiert kubenförmige, architektonisch anmutende Gefäße und kopffüßlerartige Dosenwesen, deren Gestaltung Alltägliches mit Abstraktem verbindet. Scharlih Bos Environment „Die Zeit vor dem Datennirwana“ nimmt anhand „aufgegebener Fotoalben“ den Betrachter mit in eine vergangene oder kommende Zeit physischer Erinnerungen. Auch Lutz Hartmann überlässt die Interpretation seiner Fotos dem Betrachter. „Sag Ja oder Nein“ lautet seine Einladung, die klassische Bildbetrachtung über Bord zu werfen.
(Die Luisen, Luisenstr. 79)

Sabine Liesefeld
Malerische Momentaufnahmen unter dem Titel „Es findet sich“ zeigt Sabine Liesefeld. Ihr Sujet ist die gegenständliche Naturdarstellung. In Acrylgemälden von Landschaften, Vegetation, Wasserspiegelungen und Tieren sucht sie die Balance zwischen realistischer Beobachtung und Abstraktion.
(Liesefeld, Rheinbabenstraße 126, Linn)

Mauga Houba-Hausherr
„Man sieht die Stadt vor lauter Bäumen nicht“, ist Mauga Houba-Hausherrs Thema. Sie zeigt unter anderem Arbeiten, die im Sommer während eines Plenairs entstanden sind, zu dem sie als Gastkünstlerin in den der Stadt Krefeld partnerschaftlich verbundenen Oder-Spree-Kreis eingeladen worden ist. Sabine Nier aus Berlin, Maugas Gast bei der A55, präsentiert Holzschnitte.
(Maugas Atelierhaus, Grönkesdyk 9)

Chamäleon in Venedig – Dosen und Tierskulptur / Rieke Hartwig und Antje Schwittmann-Schops


Dieter Kunzke
Dieter Kunzke hat sich seit Langem der Street Photography verschrieben. Dabei geht es ihm darum, in einer kraftvollen und fokussierenden Bildsprache die Menschen auf der öffentlichen Bühne in ungestellten, augenblicklichen Szenen einzufangen.
(Kunzke, Johannsenaue 36 a)

Karin Habermann
Karin Habermanns oft provozierend einfache Keramiken entstehen überwiegend an der Drehscheibe, wo sie aber auch Gefäße mit bewussten Unregelmäßigkeiten, Stauchungen oder Asymmetrien erzeugt. So lassen sich die geistige Substanz einer Form und die Individualität von Körper und Oberfläche entdecken. Bei den auf der Töpferscheibe gedrehten oder mit der Hand aufgebauten Schalen von Dorothee Sprothen-Scheidt erzeugen Engobe Malereien und übereinander aufgetragene Glasuren einen ganz besonderen Effekt.
In ihren Öl-, Kreide- und Wasserfarbe-Bildern verarbeitet Marie-Claude Krausbauer Reiseerfahrungen aus arabischen Ländern. Basierend auf dem Klang der Farben und einem Anteil Realität suchen die Bilder die Vereinfachung bis hin zur Abstraktion.
(Keramikatelier, Rheinbabenstr. 183, Linn)

Hansjörg Krehl
Hansjörg Krehl präsentiert Malerei und Graphik in unterschiedlichen Techniken und mit unterschiedlichen Materialien. Kleine Studien auf Papier und abstrakte, expressive Malerei auf Holz oder Leinwand.
(Krehl, Rheinbabenstr. 183, Linn)

Atelier Bismarck – Tellerring


Michael Lauer
Wunsch oder Wirklichkeit ist das Thema Michael Lauers, das sich auch in der erweiterten Farbigkeit seiner Arbeiten wiederfindet. Die Bilder auf Leinwand, Papier und Holz wirken im Wechselspiel mit den Bildwelten und Erfahrungen der Betrachter und evozieren bei diesen eine Verbindung zwischen Sinneswahrnehmung und Objekt.
(Atelier Lauer, Kuhleshütte 43)

Barbara Bismark
Bei ihrem Thema Weiß-Gold kombiniert Barbara Bismark unterschiedlichste weiße oder transparente Elemente mit hochwertigen Gelbgold. Die sattgelbe Farbe des Goldes bildet zu dem Weiß der Fundstücke, Edelsteine, Perlen und des Silbers einen sehr schönen Kontrast, sodass die entstehenden Schmuckstücke sehr edel und elegant wirken.
(Friedrich-Ebert-Straße 209)

Atelierhaus Feuerfest
Die Tage des Atelierhauses Feuerfest an der Inrather Straße 697a sind gezählt; nach fast 25 Jahren gilt: „Heute hier – morgen da“. Der Titel spiegelt die Umbruchphase – es geht weiter, wenn auch nicht mehr im in die Jahre gekommenen Idyll. Rieke Hartwigs Inspiration sind Fotos von morbiden Gebäuden und Räumen, deren architektonische Formensprache sie in Wandarbeiten und Gefäßen wiederkehren lässt.
Sichtbare Spuren der Bearbeitung werden so zum Zeichen aus vergangener Zeit.
Die Begeisterung für alles was kreucht und fleucht sieht man dem Ausdruck und den malerisch strukturierten Oberflächen von Antje Schwittmann-Schops Tierskulpturen an. Sie lenkt gekonnt das Augenmerk auf die verborgenen Qualitäten der Spezies. Durch die reduzierte Farbigkeit der von der Natur inspirierten Gefäße und Skulpturen Beate Kratzensteins tritt deren Oberflächen besonders klar hervor. Der Titel „aus dem Feuer“ verweist auf Brenntechniken wie Holzofenbrand und Raku.
(Inrather Str. 697a)

Nadja Blomquist
In der Pförtnerloge der Fabrik Heeder wird Nadja Blomquists Arbeit „Pflanzenfreunde“ zu
sehen sein.
(Pförtnerloge, Virchowstr. 130)


A-Gang 55, 6. & 13. November, jeweils 11:00-18:00 Uhr in den genannten Ateliers. Weitere Infos HIER.

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