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Kultur findet Stadt – Wenn die City große Töne spuckt

Kultur findet Stadt 2022

Am 17. und 18. Juni verwandelt sich die Innenstadt in ein großes Open Air-Festivalgelände – auch für den guten Zweck.

Eine Woche vor dem Beginn der diesjährigen Sommerferien ist es wieder so weit: Nach zwei Jahren Coronapause ist das beliebte Musik- und Kulturfestival Kultur findet Stadt zurück in der Krefelder City! In diesem Jahr haben sich Stadtmarketing und Musikschule, die das Event seit jeher gemeinsam organisieren, nicht nur ein besonders umfangreiches Programm ausgedacht, sondern auch einen guten Zweck auserkoren, der nicht besser zu dem kinder- und familienfreundlichen Konzept passen könnte:

Krefelder Kinder für „Krefeld für Kinder“

„Alle Programmpunkte weisen dieses Jahr auf die Initiative ,Krefeld für Kinder‘ hin, mit dem Ziel, dafür Spendengelder zu generieren. Da die Musikschule schon immer Mitorganisator von ,Kultur findet Stadt‘ war und sich in diesem Jahr auch wieder mit vielen Programmpunkten beteiligt, fanden wir es nur passend, Kinder und Jugendliche diesmal direkt auf zwei Ebenen in den Fokus zu rücken“, erzählt Stadtmarketing-Chefin Claire Neidhardt.

Allein 30 Ensembles, Chöre und Bands der Musikschule Krefeld werden gemeinsam mit lokalen Musiker:innen eine große und mehrere kleine, teils mobile, Bühnen in der Innenstadt bespielen. „Wir haben in den zwei Jahren unter Corona nicht stagniert, sondern unsere Angebote sogar ausgebaut, gerade was Kooperationen und Außenstellen angeht. Aber dass wir zwei Jahre nicht öffentlich auftreten konnten, hat sich durchaus im Gemüt bemerkbar gemacht. Bei den Schülern, aber auch bei uns Lehrern. Deshalb freuen wir uns jetzt wahnsinnig auf diese Möglichkeiten! Dabei setzen wir auf kurzweilige Präsentationen, die in der Mischung interessant sind und uns ermöglichen, viel zu zeigen“, kündigt der stellvertretende Musikschulleiter, Roman Marreck, an.

Stadtmarketing-Leiterin Claire Neidhardt und der stellvertretende Musikschulleiter, Roman Marreck, zeichnen federführend für die Organisation von „Kultur findet Stadt“ verantwortlich.

Kultur findet Stadt ist gelebte Kultur

Schon das Programm der Musikschule umfasst sehr abwechslungsreiche Darbietungen: Schauspiel, gemischt mit Piano- und Flötenmusik, Blasorchester, ergänzt durch Percussion-Ensembles, Chöre, gepaart mit Tanz-Choreographien – die Musikgruppen der Einrichtung zeigen teils alleine, was sie können, teils mit Unterstützung acht ihrer kooperierenden Schulen. Auch eine Zusammenarbeit mit dem städtischen KRESCHtheater ist in vollem Gange. Hinzu kommen Darbietungen externer Musiker:innen und Künstler:innen.

Die Hauptprogrammpunkte werden sich auf dem Von-der-Leyen-Platz abspielen. An anderen Standorten werden kleinere Bühnen mit ausgewählten musikalischen Themenschwerpunkten bespielt: An der Marktstraße, Höhe Behnischhaus, soll sich alles um Tango und Bandoneon drehen, am Jazzkeller ist das namensgebende Genre des Traditionslokals Programm, am Platz an der Alten Kirche gibt es eine Unplugged-Bühne für Singer-Songwriter aus Krefeld und der Partnerstadt Venlo, und in der Mennonitenkirche führen Musikschule und KRESCHtheater Musik und Schauspiel zusammen.

Auf der gesperrten Königstraße werden Künstler:innen unter dem Motto „Kunst geht auf die Straße“ rund 20 Leinwände gestalten, während beim Kulturmarkt auf dem Dionysiusplatz Kreative aus der Region besondere Waren anbieten. „Krefelder Musikboten“ der Musikschule werden zudem an wechselnden Standorten mit bekannten Hits aus Rock und Pop unterhalten. Und Gastro gibt’s natürlich auch. „Das ist gelebte Kultur. Es geht nicht nur ums Konsumieren eines Programms, sondern es bringen sich viele Bürger aktiv ein, damit das alles so funktioniert – die Musikschule mobilisiert allein rund 1.000 Musiker“, betont Roman Marreck.

Joachim Watzlawik
Joachim Watzlawik ist Koordinator der städtischen Initiative „Krefeld für Kinder“, der die Spendeneinnahmen der Veranstaltung zugutekommen.

Open Air-Benefizkonzert als Programm-Highlight

Als Koordinator der städtischen Initiative „Krefeld für Kinder“ packt natürlich auch Joachim Watzlawik mit an. Seit zwei Jahren organisiert der kulturaffine Tausendsassa regelmäßig spezielle Benefizveranstaltungen, um in ein paar Jahren sein Herzensprojekt, einen pädagogischen Zirkus für jugendliche Selbsterfahrung, aufbauen zu können. Sein Credo von Beginn an: Groß denken. „Klein, klein. Das bringt nichts. Ich will ja was schaffen“, lacht Watzlawik und erzählt: „Der Zirkus ‚Ponzelar‘ soll symbolisch für die Ziele von Krefeld für Kinder stehen, er soll Kindern die Möglichkeit geben, sich kreativ auszuprobieren und ein Raum sein, der auch anderen Organisationen, die sich für benachteiligte Kinder einsetzen, zur Verfügung steht. Um diesen Ort zu erschaffen, braucht es Gelegenheiten, die die Leute animieren, sich finanziell zu beteiligen.“

Auf dem Rathausplatz werden die Veranstalter deshalb eine Benefiz-Musikgala mit Operette, Musical und Chanson verwirklichen. „Der Abend beginnt mit dem Sinfonieorchester der Musikschule unter der Leitung von Musikschulleiter Ralph Schürmanns, dann kommt das Musical-Operetten-Chanson-Programm mit Darstellern vom Stadttheater. Am Ende spielt die JazzSwingCollegeBand mit Kerstin Brix als Sängerin. Das wird super abwechslungsreich“, erzählt Watzlawik begeistert. „Moderieren wird Michael Heussen vom WDR.“

Um den Querverweis zum Zirkus Ponzelar deutlich zu machen, wird der Abend von Artisten begleitet, die sich als Spenden-Paten auch darum kümmern werden, den guten Zweck des Abends zu promoten. Doch das wird selbstverständlich nicht die einzige Gelegenheit sein, der Initiative Unterstützung zuteilwerden zu lassen. „Uns ist wichtig, dass sich die Leute frei bewegen, sich vieles anschauen können. Deshalb sind alle Veranstaltungen komplett offen“, sagt Claire Neidhardt und fügt schmunzelnd hinzu: „Und es wird auch an mehreren Orten Spendenmöglichkeiten geben.“

Wer sich einen Überblick über das umfangreiche Programm verschaffen möchte, findet alles Wichtige unter krefeld.de/kfs.