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Selbstgemachtes (nicht nur) wie bei Mamma Non Olet

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Eines merkt man sofort: Hier steckt in jeder Ecke viel Liebe zum Handwerk! Sei es in der Einrichtung des Innenraums, in der Anlage der Außenfläche oder in der Gestaltung der Speisekarte. Vor allen Dingen aber sprechen die Speisen im Restaurant „Non Olet“ eine eindeutige Sprache: Was mit der eigenen Hand angefertigt werden kann, wird es auch. Seit der Neueröffnung des Gartenbistros mit Restaurantcharakter im vergangenen Juli haben sich bereits zahlreiche Seidenstädter von der Qualität des kulinarischen Angebots und der Geselligkeit des Gastgeberpaars überzeugt – da wollten wir natürlich nicht fehlen.

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Mit großem Einsatz, viel Idealismus und jeder Menge Freude an dem, was sie tun, setzen Anna Reichelt und Luka Greeven dem Non Olet ihre eigene Handschrift auf: Nachhaltigkeit und ein Open Mindset stehen für sie dabei an erster Stelle. 

„Unser Ziel ist, so idealistisch wie möglich zu sein“, bringt Anna Reichelt das Konzept auf den Punkt, welches hinter dem wahrscheinlich nicht mehr ganz so geheimen Krefelder Gastro-Tipp steckt. Dazu gehört vor allem, Produktionswege so kurz wie möglich zu halten, betont Luka Greeven, der sich als Küchenchef nicht nur für die Zubereitung der Gerichte, sondern auch für die Auswahl deren Ingredienzien verantwortlich zeichnet: „Was wir von hier bekommen können, nehmen wir auch.“ Dies spiegelt sich in der Zusammenstellung des Menüs wider: Wer sich rein pflanzlich-basiert ernährt, kann sich stets auf abwechslungsreiche vegane Köstlichkeiten freuen. Wer darüber hinaus tierische Produkte in seinen individuellen Speiseplan integriert, wird mit vegetarischen Kreationen glücklich. „Dabei achten wir vor allem darauf, regionale, saisonale und Bio-Produkte zu verwenden“, erklärt Anna, die während ihres Design-Studiums an der Hochschule Niederrhein umfassende Erfahrungen im Gastroservice gesammelt hat und sich nun hauptberuflich auf dieses vormalige zweite Standbein stützt. „Fleisch und Käse beziehen wir ausschließlich vom Steveshof in Krefeld-Hüls. Daher haben wir das auch nur dann im Angebot, wenn wir es zur baldigen Verarbeitung frisch bekommen können“, fügt sie hinzu und verweist darauf, dass man in hiesigen Gefilden natürlich bei Produkten wie Zitrusfrüchten und Kaffee an die Grenzen seines Idealismus stoße.

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Schmausen wie bei Mama: Gerichte nach Rezepten der Kundschaft stehen im Non Olet immer auf der etwa monatlich wechselnden Karte. So wie dieses Bio-Schweinenackensteak mit gebratenen Pilzen, Rotweinjus und Wildkräutersalat. Einfach lecker!
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Frische saisonale und regionale Bio-Produkte zu verwenden, ist der Leitgedanke hinter Luka Greevens‘ Kreationen, wie dem sommerlichen Salat mit dem kessen Namen „Ziegenpeter“.

Alles neu? Ja, aber…

Nachhaltigkeit wird im Non Olet auch jenseits des Tellers groß geschrieben: Als Anna und Luka das gelbe Haus im Stadtgarten übernommen haben, investierten sie mehr als drei Monate in dessen Renovierung: „Wir haben sofort das große Potenzial dieses kleinen Schmuckstücks gesehen“, erzählen sie. Die Ideen zum Umbau seien nur so aus ihnen herausgesprudelt. Der alte Schanktisch musste einem Upcyclingprojekt weichen, in dem eine Theke aus Annas Elternhaus aufbereitet wurde. Auch die Küchenbank aus Lukas Kindheit hat im Innenraum eine neue Heimat gefunden. „Alles ist so wenig verschwenderisch wie möglich gedacht“, erzählen die beiden Jung-Unternehmer und ergänzen: „Fast nichts ist neu gekauft – wobei wir auch bei kleinen Investitionen regional gedacht haben, zum Beispiel mit unseren Lampen, die vom Pottbäckermarkt stammen.“ Selbst der charmant schlichte Schriftsatz des Logos ist handgemacht und von der Krefelder Designerin Jenny Wecker eigens entwickelt worden – völlig analog, wie der sichtbare Pinselstrich verrät. 

Ein Hauch von Stadtgeschichte

Mit dem Standort und der Immobilie für ihr eigenes Restaurant haben Anna Reichelt und Luka Greeven auch dessen Namen übernommen. Dieser sei einfach zu passend für das ehemalige Toilettenhäuschen, denn er rührt von einem Ausspruch her, der so oder so ähnlich dem römischen Kaiser Vespasian zugesprochen wird: „Pecunia non olet“. Geld stinkt nicht. Dies sagte er der Legende nach zu seinem Sohn, um ihm zu erklären, warum er für die öffentlichen Latrinen, in denen Urin für die Gerber und Wäscher zur Lederherstellung und Wäschereinigung gesammelt wurde, eine Steuer erhob. Einrichtungen, die demselben Zweck dienen wie es einst das gelbe Haus an der Steinstraße tat, heißen in Italien daher auch heute noch Vespasiani. „Einige ältere Kund:innen erzählen uns noch aus dieser Zeit, als sie für zwanzig Pfennig einmal austreten durften. Manche erinnern sich sogar noch an den Namen der Toilettendame“, freuen sich die Wahl-Krefelder. Im Non Olet steht man eben ein Stück weit auf historischem Boden – zumindest auf stadtgeschichtsträchtigem.

Beisammensein und wohlfühlen

Der persönliche Bezug zum Standort geht im Non Olet noch einen Schritt weiter: Auch das Speisenangebot kann in gewisser Weise personalisiert werden. „Unser à la Mamma-Gericht kommt von unseren Gästen:innen“, erläutert Luka und führt fort „Wenn jemand sagt: ,Meine Mama macht die besten Knödel!‘, dann kann man mir das Rezept einreichen.“ Er kocht es dann nach und präsentiert es mit einem Foto des Ideengebers. Dabei sei es zweitrangig, ob der ,Erfinder‘ des Gerichts tatsächlich die Mama sei; auch Papas, Omas, beste Freundinnen seien aufgerufen, sich zu beteiligen. Es muss auch keiner speziellen Küche angehören, nur schmackhaft sollte es sein. Denn im Non Olet ist keine Richtung vorrangig, Inspirationen kommen von überall her, weswegen die Karte auch alle ein bis zwei Monate neu geschrieben wird. Ein Besuch lohnt sich daher immer wieder – nicht nur, um zu erfahren, was die ,Mamma‘ dieses Mal wieder selbst gemacht hat.

Non Olet
Steinstraße 110, 47798 Krefeld
Tel.: 01573 4829942
Mail: info@nonoletkrefeld.de

Öffnungszeiten:
Mi-Do: 16-23 Uhr
Fr-Sa: 16-24 Uhr
So: 10-15 Uhr