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Wo Familie ein gelebter Teil des Unternehmens ist Krefelder Netzwerk Wirtschaft & Familie

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Advertorial

Zeiten ändern sich. Das war immer schon so und so wird es auch immer sein. Dies gilt insbesondere für den Arbeitsmarkt: Während lange das individuelle Vorankommen oder die Karriere einer Einzelperson ausschlaggebend war für das Gewinnen von qualifizierten Mitarbeitenden, steht heute die sogenannte „Work-Life-Balance“ ganz oben auf der Agenda der Arbeitnehmenden. Darunter fällt auch die Vereinbarkeit von Job und Familie. Das Krefelder Netzwerk ,Wirtschaft und Familie‘ wurde initiiert von der Stadt Krefeld, der WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft Krefeld mbH als Teil von KREFELD BUSINESS, der SWK Stadtwerke Krefeld AG, der Sparkasse Krefeld, der Unternehmerschaft Niederrhein e.V., der Agentur für Arbeit Krefeld sowie von dem Jobcenter Krefeld. Mittlerweile führen die Akteure den Wettbewerb ,Familienfreundlichstes Unternehmen in Krefeld‘ bereits zum vierten Mal durch und machen hierbei mitunter erstaunliche Erfahrungen.

Unterstützung für alle familiären Konstellationen

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Hauptgeschäftsführerin Kirsten Wittke-Lemm freut sich: „In jedem Wettbewerbsdurchgang sammeln wir einen bunten Strauß an Ideen, an welchem man sieht, wie vielfältig die Familienfreundlichkeit sein kann.“ 

„Wenn man über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spricht, hat man meistens das Bild von Eltern und Kindern vor Augen“, führt Kirsten Wittke-Lemm als Hauptgeschäftsführerin der Unternehmerschaft Niederrhein in das Thema ein. „Dies ist aber nicht zwangsläufig der Fall: Im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel betrifft dieser wichtige Aspekt auch und gerade den steigenden Pflegebedarf von nahen älteren Verwandten.“ Die Unternehmerschaft, welche rund 800 vor allem mittelständische Unternehmen vertritt, wolle erreichen, dass deren Beschäftigte den Kopf frei hätten – sowohl für ihre dienstlichen als auch privaten Belange. „Nicht ständig den Druck der familiären Verpflichtung zu spüren, motiviert sie und macht sie resilienter. Letztendlich verringern sich auf diese Weise auch krankheitsbedingte Ausfälle, was wiederum den Arbeitgebern zugutekommt“, betont die Juristin, die seit mehr als 25 Jahren für die Unternehmerschaft tätig und mit sämtlichen Fragen aus dem Spannungsfeld Familie und Job vertraut ist. Ihr zur Seite steht mit Michael Fechler als Referent für Arbeits-, Tarif- und Sozialrecht ein weiterer fachkundiger Mitarbeiter des Arbeitgeberverbandes für die Region. Er ist federführend für die Umsetzung des Wettbewerbs ,Familienfreundlichstes Unternehmen in Krefeld‘ und besucht als Jurymitglied die Bewerber vor Ort. „Ganz häufig ist es so, dass wir in den Gesprächen Dinge im Bereich Familienfreundlichkeit feststellen, die dem Unternehmen gar nicht als außergewöhnlich bewusst waren“, freut er sich.

Innovativ, bedarfsorientiert und abseits des Gängigen

Um zu verstehen, wie solche außergewöhnlichen Maßnahmen aussehen können, muss man sich vor Augen halten, was arbeitsrechtlich gewöhnlich ist. „Teilzeitstellen, Elternzeit und – gerade unter Corona – nach Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten sind gesetzlich verankert. Was uns interessiert, sind Ideen, die weit darüber hinausgehen“, erklärt Michael Fechler. Hierzu zählten die Übernahme von Kinderbetreuungskosten genauso wie das Bereitstellen von firmeneigenen Transportwagen für Umzüge, das Einrichten eines Fonds für Pflegebedarf und das Überlassen von technischem Equipment zur ortsunabhängigen Arbeit. „Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Bindung der Institution Familie an das Unternehmen selbst, sei es durch Praktika oder Nebentätigkeiten der heranwachsenden Kinder oder durch die Teilnahme an Aktivitäten“, beschreibt Michael Fechler, wobei ihm gerade der letztgenannte Punkt als sehr wichtig erscheint: „Darunter verstehen wir mehr als die Einladung zum Sommerfest. Beispielsweise ein Angebot von Gesundheitsprogrammen, seien es Sport- oder Ernährungskurse, geht über das Gewohnte hinaus.“ Auch die Themen Teilzeitausbildung und zeitliche Verfügbarkeit von Vätern liegen ihm sehr am Herzen: „Instrumente zur Erhöhung der Erwerbskraft von Frauen sind händeringend gesucht, denn mit ihnen kann man wertvolle Beschäftigte gewinnen und halten.“ Diese hingen aber vom Willen des Unternehmens ab, das solche Modelle anbieten könne, aber nicht müsse. „Das Erfreuliche dabei ist, ist, dass diejenigen, die sie umsetzen, sie auch wirklich leben!“, stimmt Kirsten Wittke-Lemm zu.

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„Die Herausforderung muss zur Lösung passen“, sagt Michael Fechler.

Arbeitskräfte finden und binden

Der aktuelle Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit, welcher 2019 vom Bund herausgegeben wurde, berichtet, dass der Anteil von Unternehmen, denen familienfreundliche Maßnahmen wichtig sind, auf 83 Prozent gestiegen ist. Damit hat sich dieser Prozentsatz seit der ersten Umfrage im Jahr 2003 nahezu verdoppelt, denn zu dem Zeitpunkt waren es lediglich 47 Prozent. Gerade durch ein erhöhtes Maß an Kommunikation zwischen Führungskräften und Beschäftigten werde dem ,Wahrnehmungsgap‘ bezüglich dieses Aspekts entgegengewirkt, weiß auch die Hauptgeschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes zu berichten: „Man darf nicht am Bedarf vorbeisteuern, weswegen das Thema auch eines der Führungskultur ist. Hier bieten wir Schulungen an und helfen beim Erstellen von Zielvereinbarungen.“ Die Durchführung des Wettbewerbs ,Familienfreundlichstes Unternehmen in Krefeld‘ in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Krefeld, den Ricarda Stamms in der letztgenannten Institution federführend koordiniert und der von der Sparkasse Krefeld sowie der SWK Stadtwerke Krefeld AG mit Preisgeldern unterstützt wird, soll alle Firmen mit dem Standort Krefeld anregen, sich diesem Thema zu widmen. „Wir werben für Familienfreundlichkeit, weil dies ein wichtiger Faktor für die Arbeitgeberattraktivität ist“, fasst Kirsten Wittke-Lemm zusammen, „Für uns ist entscheidend, Menschen als Fachkräfte für den Niederrhein zu gewinnen und auch halten zu können.“


Krefelder Netzwerk Wirtschaft & Familie 
Tel.: 02151 8207417
ricarda.stamms@krefeld-business.de   
wirtschaft-familie-krefeld.de

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